Aug 31 2017

Schweizer Jura-Höhenweg – 13. 14. u. 15. Etappe – Le Pont bis Nyon/Genfer See

Geschrieben von um 20:10 unter Tourenberichte

Vom 02.10.-03.10.2016 (So./Mo.) und vom 24.06.-25.06.2017 (Sa./So.)

Text: Brigitte Vieser

Bilder: Sabine Petzendorfer, Christian Feldmer und Bettina Treptow

Wanderleiterin: Brigitte Vieser

 

Blick auf den Genfer See mit Alpenkette

Blick auf den Genfer See mit Alpenkette

 

 

Teilnehmer 2016:

Lies Gröneweg, Sybille Kirsch, Birgit Villinger, Bettina Treptow, Ruth Böttcher, Katharina und Christian Feldmer, Anna Zehnle,

Lioba Fischer,  Elisabeth Kempf,  Sabine Petzendorfer

 

Teilnehmer 2017:

Bettina Treptow, Ruth Böttcher, Anna Zehnle, Lioba Fischer, Elisabeth Kempf, Elke Obenland, Katharina und Christian Feldmer

 

Im Oktober 2016 konnten wir aufgrund des Wetters die letzten 3 Etappen des Jurahöhenweges nicht voll absolvieren, sondern nur

2 Etappen davon.

Wir fuhren einen Tag später. Das war der 2. und 3. Oktober 2016. Somit war die letzte Etappe offen. Nach reiflichem Hin- und

Herüberlegen  wurde daraus für den 24./25.06.2017 eine zweitägige Wanderung gebastelt, damit sich die Anfahrt lohnt und

wir den Jura abschließen können.

 

Doch zuerst zum vergangenen Oktober 2016:

11 Frauen und 1 Mann fuhren nach Le Pont zum Ausgangsort, der auch den Abschluss der 12. Etappe bildete.

 

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Das Wetter war zwar besser angekündigt, aber der Sonntagvormittag war doch immer wieder mit Sprühregen durchzogen. Aufgrund

dessen suchten wir auch zweimal Schutz unter Dachüberständen von Scheunen. Erst im Laufe des frühen Nachmittags stabilisierte

sich das Wetter.  Jedoch schlichen sich immer wieder dicke graue Wolkenfetzen um den Mont Tendre (1679m), über den der Juraweg 5 verlief.

Dadurch war es sehr kalt und jeder holte sich Warmes aus dem Rucksack zum Überziehen. Es war spürbar, dass der Oktober schon Kälte zeigte.

 

 

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7 IErinnert ein wenig an die gelbe Raute im SWV9 P

 

 

Der Weg zog sich entlang an den typischen Steinmauern, die auf dem ganzen Jurarücken immer

wieder einen begleiten. Der Mont Tendre ist mit 1679 Metern der höchste Gipfel im Schweizer Jura

und bietet ein 360-Grad-Panorama vom Feinsten, das wir leider nicht in der beschriebenen Qualität

erleben durften.

 

 

Zum Abendessen waren wir pünktlich in der Unterkunft am Col du Marchairuz auf 1447 m.

Die Nacht war kalt und beim Abmarsch am nächsten Tag war auch auf dem Weg teilweise Raureif. Dafür versprach der Tag

aber sonnig  zu werden, was auch eintraf.

 

 

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Abendstimmung am Col du Marchairuz

 

Abendstimmung

 

 

Sammeln zum Abmarsch bei schönem Wetter

Sammeln zum Abmarsch bei schönem Wetter

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Blick auf Genfer See und Alpenkette

Blick auf Genfer See und Alpenkette

Mont Blanc Gebiet

Mont Blanc Gebiet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ausblick auf den Genfer See, die Alpenkette auf und um den Mont Blanc entschädigten ein wenig für das nicht immer

wandergemäße Wetter am Vortag.

Dass der Mont Blanc ein knappes Jahr später für uns Lahrer Alpenvereinler eine traurig-tragischeBedeutung  haben würde,

hätten wir uns  freilich nicht vorstellen können.

 

 

 

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Kurze Rast beim Café vor der Zugfahrt

Kurze Rast beim Café vor der Zugfahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei schönstem Wetter konnten wir den 3. Oktober auf dem Weg im leichten auf und ab nach St. Cergue genießen, von wo wir leider

mit viel  Zeitaufwand mit Zug und Bus zurück zu den Autos nach Le Pont fuhren.

Von dort wurde die Heimfahrt angetreten in dem Wissen, dass wir nächstes Jahr nochmal kommen, um die letzte Etappe zu erwandern.

 

 

24./25.06.2017 (Samstag/Sonntag)

 

Diesmal passte die Wettervorhersage. Am Samstag fuhren wir um 06.40 Uhr vom Pendlerparkplatz Grafenhausen mit zwei Autos über  Lausanne nach Nyon am Genfer See. Im Naturfreundehaus La Coutzet, das ca. 2 km von St. Cergue, unserem Ausgungspunkt, entfernt war,  haben wir aufgrund frühzeitiger Buchung und Bezahlung einen Platz für zum Übernachten erhalten. Das Schöne daran war, dass wir zu neunt das

ganze Haus zur Verfügung hatten und uns auch selbst versorgen konnten.

Die Anfahrt dauerte gute dreieinhalb Stunden. Nach der Auffahrt von Nyon nach St. Cergue (ca. 1050m) verstauten wir unsere Verpflegung im Kühlschrank, vesperten und konnten endlich um 11.15 Uhr unsere Rundwanderung auf den La Dole (1667m) starten. Da wir nicht vom Bahnhof aus los liefen, suchten wir den passenden Einstieg auf den Wanderweg, der sich etwas schwierig gestaltete. Doch auf Nachfrage bei einer Anwohnerin wurden wir auf den richtigen Weg gewiesen. Leider war der Himmel immer noch mit Wolken verhangen, so dass uns der Weitblick bis zum Mont Blanc versperrt blieb. Doch von Stunde zu Stunde lösten sich die Wolken immer mehr auf und die Sonne drang durch. Die Wiesen zeigten sich mit ihrer Blumenvielfalt von der prächtigsten Seite. Jede Menge Türkenbund sowie Knabenkraut, gelber Enzian und viele andere typischen Wiesenblumen konnten wir bestaunen. Der Jura wird hauptsächlich durch die Landwirtschaft bzw. Viehwirtschaft belebt. So waren auch schon etliche Kuhherden auf den Weiden.

 

 

 

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Nach unserer Besteigung des La Dole, der auch bei genügend Schnee als Skigebiet ausgerüstet ist, ging es abwärts über das

Chalet de la Dole,  wo wir uns einen Kaffee gönnen wollten. Doch leider wurden nur Getränke über einen Selbstbedienungs-

kühlschrank angeboten. Schade.

Also waren wir umso schneller in unserer Unterkunft zurück, um vor dem Haus Kaffee mit selbst gebackenem Bananen-Schoko-Kuchen zu genießen.

 

 

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Vorab haben wir an diesem schönen Abend auf der Terrasse mit Spagetti Bolognese, Salat und Rotwein unser Ende des

Jurahöhenweges gefeiert. Ein würdiger Rahmen. Es fehlten lediglich die 20 km, die wir am nächsten Tag bis Borex noch

gelaufen sind.

 

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Nachdem es in der Nacht etwas geregnet hatte, war der Himmel bei unserem Abmarsch um 8 Uhr total grau in grau. Erst im Laufe des Vormittages lösten sich die grauen Wolken auf und die Sonne zeigte sich mit großen weißen Schäfchenwolken am Himmel. Je tiefer wir abstiegen (ca. 1000 HM) je wärmer wurde es. Allerdings wurde festgestellt, dass wir während des Abstieges kaum den Genfer See zu Gesicht bekamen, sodass dieser letzte Teil der Tour, außer des abwechslungsreichen Weges, nicht so begeisternd war. Von Borex aus wäre der Weg  nur durch zwei kleine Ortschaften und Felder verlaufen, sodass wir auf das letzte Stück verzichteten und mit Bus bis Nyon und Bahn bis St. Cergue zurück fuhren. Von Bahnhof aus liefen wir noch das letzte kleine Zwischenstück des Juraweges von 2 km bis zu unserer Unterkunft. Denn das fehlte noch.

Die Autos waren ja schon gepackt. So mussten wir nur einsteigen und losfahren. Auf dem Heimweg wurden wir aufgrund von viel Verkehr zwischen Solothurn und Härkingen immer wieder zum Halten gezwungen. Doch dann wurde es entspannter und um 20.45 Uhr waren wir am Pendlerparkplatz Grafenhausen.

Jurahöhenweg: 15 Etappen, ca. 310 km, 13.800 HM

 

Ein neuer Fernwanderweg wird in Angriff genommen.  (Brigitte Vieser)

 

An dieser Stelle sei natürlich erwähnt, dass Christian im Namen der  Gruppe beim Hüttenabend ein ganz

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DANKE   für diese interessanten Höhenwegs-Wanderungen  an Brigitte gerichtet hat. Wir waren in all den Jahren eine tolle

Gruppe,  gelegentlich in verschiedener Besetzung, aber wir haben uns immer gut gefunden – ja und ich, die dieses Jahr leider

nicht dabei sein konnte, schließe mich diesem Dank an!

Die Sabine

 

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