Jan 22 2008

Genussklettern im Urner Granit – Gletschhorn Suedgrat

Geschrieben von um 14:36 unter Allgemein

Nachdem wir wetterbedingt die Tour um 1 Woche verschieben mussten, fuhren wir schliesslich am 9. September 2006 voll Vorfreude in Richtung Furkapass, gehört doch der Gletschhorn Südgrat zu den schönsten Gratklettereien.

Teilnehmer: 3
Tourenführer: Michael Mühe (FÜL Hochtouren)

Die Teilnehmer Norbert, Adelheid und AV-Vize Christian bei der Ankunft am Parkplatz. Das rechte Bild zeigt Tourenführer Michael (der herabphotographierend höchstens mal seine einigen Füsse aufs Bild brachte).


Zunächst stiegen wir auf zu unserem Stützpunkt, der schön gelegenen Albert-Heim-Hütte (2.541 m), wo wir als erstes unser Lager bezogen. Nach kurzer Rast unternahmen wir am Nachmittag noch eine schöne Wanderung (ohne Gepäck) zur Lochberglücke. Von dort erreichten wir in kurzer Kletterei den Gipfel es Blaubergstocks (2.865 m).

Am nächsten Morgen:

Norbert, im Hintergrund der Galenstock – Adelheid beim Aufstieg über den arperen Tiefengletscher

Der zerissene Gletscher wird verlassen, nun geht es über ein hartes Firnfeld zum Einstieg

Unser Ziel: der Südgrat des Gletschhorns

Die hübsche Kletterei beginnt.
1. Seilschaft Michael und Adelheid, dann folgen Christian und Norbert

Adelheid in Aktion

Michael und Adelheid haben den Gipfel (3.305 m) erreicht und können der 2. Seilschaft beim Zurücklegen der letzten Klettermeter in Ruhe zuschauen.

Abseilen vom Gipfel

Der stark zerissenen Tiefengletscher fordert noch einmal viele Umwege bevor wir durch sind und – nach kurzer Rast auf der Hütte – zum Auto absteigen können.

Die Besteigung des Gletschhorns über den Südgrat ist eine alpine Genusskletterei im besten Urner Granit. Zwischenhaken gibt es nur wenige, jedoch lässt sich die Route wunderbar mit einigen Schlingen und Klemmkeilen zusätzlich absichern.
Die Schwierigkeiten bewegen sich überwiegend im III. und IV. Schwierigkeitsgrad, bei der ausgesetzten aber gut abgesicherten Schlüsselseillänge (V-) muss aber auch mal kräftiger zugepackt werden.

Der Zustieg zur eigentlichen Kletterei erfolgt ueber den (um diese Jahreszeit) ausgearperten und sehr zerissenen Tiefengletscher, was auch die Mitnahme von Eispickel und Steigeisen erforderlich macht.

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