Mrz 01 2008

Burg Lichtenberg

Geschrieben von um 15:52 unter Jugendgruppe

15 km nördwestlich von Hageanu liegt am Rand der Nordvogesen das Dörfchen Rothbach, in dem wir am 11.03.2006 zu einer Frühlingswanderung starteten.

Vom Rothbachtal stiegen wir zunächst auf einen Höhenkamm, der mit Felsen durchsetzt ist und von dem man des öfteren Ausblick auf unser Wanderziel hatte, die Burg Lichtenberg.

An den Jägerfelsen – Roches du Chasseur.

Nach dem Abstieg ins Rothbachtal, überquerten wir das Bächlein an der Pulverbrücke, um dann auf der anderen Talseite hinauf zum Dorf Lichtenberg zu steigen, über dem auf einem riesigen Sandsteinfelsen die gleichnamig Burgruine trohnt.

Diese Burg ist deshalb so interessant, weil neben den mittelalterlichen Burgresten (erbaut 1165) die Ausbaubemühungen von König Ludwig XIV. deutlich zu erkennen sind, der seinen Festungsbaumeister Vauban beauftragte, die Burg zur moderneren Festung auszubauen (ab 1678).

Seit 1993 erlebt diese großartige Burganlage die vierte Renovierungsphase. Moderne und mutige Architekten haben die alten Mauern mit futuristischen Neukonstruktionen ergänzt und zwei Museen eingerichtet.

Im ersten Museum sind Ausgrabungen zu sehen: Funde von Versteinerungen aus der Urzeit, die aus den Vogesen stammen.

Der Burgenrundgang führt auf das Dach des ehemaligen Rittersaals, auf dem eine Zisterne für Wasservorräte sorgte. Von hier aus kann man den Bergfried besteigen, von dem man einen wunderbaren Tiefblick auf das Dorf Lichtenberg genießen kann.

In den Sandsteinfelsen hat Vauban Kasematten hineinmeisseln lassen, in denen Geschütze stationiert wurden. Von außen sind die imposanten Schießscharten der Kasematten zu erkennen.

Das zweite Museum ist Westflügel der Burg untergebracht, dessen Außenmauern wieder liebevoll aufgebaut wurden, so dass die einmaligen Rundfenster wieder voll zur Geltung kommen. In riesige Steiplatten sind Karten des Elsaß integriert und durch Leuchtdioden können verschiedene historische Vorträge abgerufen werden.

Begeistert nahmen die Jugendlichen die baulichen Veränderungen und die gelieferten Information auf. Nach dieser Kulturpause kehrten wir auf dem schnellsten Wege zu unserem Ausgangspunkt zurück.

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