Jul 12 2019

Familienfreizeit in Hirschegg, Kleinwalsertal (15.06. – 22.06.)

Geschrieben von um 10:00 unter Familiengruppe,Tourenberichte

Unsere Woche im Heuberghaus

In der zweiten Woche der Pfingstferien trafen sich 8 Familien im Heuberghaus in Hirschegg, Kleinwalsertal. Diese Unterkunft stellte sich als perfekte Ausgangsbasis für die kommende Woche dar. Große Wiesen rings ums Haus luden Groß und Klein zum Spielen ein – nach einer kurzen Begrüßungs- und Organisationsrunde ging es dann daran, gemeinsam das Haus zu entdecken, und nach der ersten gemeinsamen Abendessen (lecker!) und Gute-Nacht-Geschichte ging es für die Kleinen ins Bett und für die Großen ging es zum gemütlichen Teil des Abends über.

Sonntag, 16. Juni: Erste Wanderung „Heuberg Panoramaweg“ (ca. 5,5km)

Endlich geht es los! Nach einer kleinen Einweisung (Spielregeln für ein Puzzle-Spiel für unterwegs) machten sich 15 große und 17 kleine Wanderer auf den Weg – der direkt an der Unterkunft begann. Der schöne Panoramaweg führte uns vorbei an der Bühlaple zur Stulzalpe. Unterwegs gab es im leichten Gelände eine kurze anschauliche Darstellung zum Thema „Sturzgefahren“ und warum es wichtig ist, in steilen Passagen immer an der Bergseite zu laufen.

Bei herrlichem Wanderwetter (trocken und nicht heiß) entschieden sich die meisten Teilnehmer, denselben Weg zurück zu laufen, sodass das in Mittelberg geparkte Auto glücklicherweise nicht erforderlich wurde.

Montag, 17. Juni: Auenhütte zur Melköde und weiter zur Schwarzwasserhütte (ca. 13km)

Der erste Höhepunkt folgte gleich am zweiten Tag: In Fahrgemeinschaften kamen wir zur Auenhütte, dem Ausgangspunkt unserer zweiten Wanderung. Von dort ging es vorbei am Herzsee zur Melköde. Unterwegs durften die Kinder mit mitgebrachten, selbst gefalteten Bestimmungsbüchlein Alpenpflanzen „jagen“ (und jede gefundene Blume abhaken) – bei der Melköde wartete die erste „Belohnung“ des Weges: Ein herrlicher Wasserfall zum Klettern, und Vesper…

Gestärkt entschieden sich alle, auch die nächste (etwas anspruchsvollere) Etappe mitzulaufen, den Anstieg zur Schwarzwasserhütte. Bei traumhafter Sonne konnten die Kinder dort im Schnee spielen. Was für ein Erlebnis!

Und für diejenigen aus der Gruppe, die Lust auf Wandern im Erwachsenentempo hatten, bot sich von dort die Gelegenheit, über das Walmendinger Horn zurück zu unserer Unterkunft zu laufen (ja, die Unterkunft liegt wirklich toll…)

Dienstag, 18. Juni: von Baad zur Bärgundthütte (ca. 8km)

Nach der großen Tour am Vortag sollte es heute etwas entspannter sein – und das wurde es: Dieses Mal war Baad das Ziel unserer Fahrgemeinschaften, von dort ging es vorbei an Alpe Widderstein zur Bärgunthütte. Das eigentliche Ziel lag einige Meter vor der Bärgunthütte: an einer Brücke über den Bärguntbach war der Zugang zum recht wilden Bach leicht möglich – und überall Steine! Die Herausforderung war klar: Schaffen wir es, auf den eigenen Steinen den Bach zu überqueren? Nein. Aber der Versuch hat sehr viel Spaß gemacht. Und danach konnten wir uns auf der Hütte stärken und gemütlich am Bärguntbach zurücklaufen.

Am Ende blieb ein Teil der Gruppe bei einem flacheren, etwas weniger wilden Bachabschnitt, damit die Kinder dort spielen und sich abkühlen konnten. Der andere Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit, beim Kletterfelsen und Übungsklettersteig Schwarzwassertal (teilweise) erste Erfahrungen beim Klettern an echten Felsen zu sammeln, ein ganz besonderes Highlight, auch für den erwachsenen Neuling 😉

Mittwoch, 19. Juni: Fellhornkopf zum Söllereck (ca. 6,5km)

Neuer Tag – neuer Höhepunkt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Mit der Fellhornbahn zur Gipfelstation. Wie es dann weiter gehen sollte war zunächst etwas unklar, denn bei Kauf der Tickets für die Seilbahn erfuhren wir, dass der Weg zum Söllereck noch wegen Schnee gesperrt sei. Schade, aber die Organisatoren hatten glücklicherweise recht schnell einen „Plan B“ überlegt. Dann die gute Nachricht auf dem Weg zwischen Mittel- und Bergstation: Unser Weg sei nun doch seit gestern freigegeben.

Eine gute Nachricht, und etwa vier Stunden später war klar, wie gut diese Nachricht eigentlich war: Denn der Weg über den Grat bei traumhaftem Wetter bot atemberaubende Aussichten und der Weg entlang von Schneefeldern begeisterte. Ein gutes Zeichen ist, wenn die Kinderfrage „wie lange geht es noch“ erst kurz vor dem Ziel gestellt wird (trotz des langen und anspruchsvollen Weges). Am Ziel lockte ein herrlicher Spielplatz für die Kinder (und kühle Getränke für alle).

Donnerstag, 20. Juni: Breitachklamm

Ein großer Parkplatz ließ erahnen: Diese Klamm ist kein Insider-Tipp. Aber aus gutem Grund eine Attraktion: Der schmale Weg bei tosendem Wasser entlang senkrecht abfallender Felswände ist beeindruckend, und für die, die zum ersten Mal dabei waren, sogar sehr beeindruckend. Nachdem wir aus der Klamm aufgestiegen waren und man wieder nebeneinander laufen und zuhören konnte gab es von den Kindern enorm viel zu erzählen, und auch für die großen war der lockere Spaziergang zurück zu den Autos eine nette Gelegenheit für Unterhaltungen.

Zurück am Auto hat uns das erste Mal der Regen erreicht, endlich konnten auch die zahlreichen mitgebrachten Spiele im Gemeinschaftsraum (und die Tischtennisplatte in der Garage) zum Einsatz kommen.

Freitag, 21. Juni: Kessellöcher, Gschrüübelhof 

Am letzten Tag der Freizeit konnten wir die schöne Umgebung ‚unseres‘ Heuberghauses noch einmal ausnutzen und die nähere Umgebung erlaufen. Der Weg führte an den Kessellöchern vorbei, wo wir einer anderen Gruppe beim „Canyoning“ zusehen konnten – und führte zum Gschrüübelhof, der mit seiner leckeren „gefrorenen Sahne“ (okay, wir hätten auch gleich „Eis“ sagen können…) und einem Spielestall mit Heurutsche noch einmal einen kleinen, aber sehr feinen Höhepunkt zum Abschluss darstellte.

Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es noch eine kleine Abschlussrunde mit Rückblick, was uns allen am besten gefallen hat. Kurze Antwort: Alles.

Wir hatten sehr viel Spaß und tolle Erlebnisse in dieser Woche, die nicht nur den Kindern noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird! Ein großes Dankeschön an alle Planerinnen und Planer für die gelungene Organisation. Und vielen Dank für die freundliche Unterstützung durch den DAV Lahr für dieses Alpen-Erlebnis.

 

Keine Kommentare

Kommentar schreiben


sieben × = 63